Kurs Süd-Ost

Name: Rheinstahl Hanomag
Vorname: 2,5T A-L 28
geb.: 10.01.1968
Beruf: So. Kfz. Wohnmobil ü. 2,8t
Lieblingsgetränke: Diesel, Motoröl, Getriebeöl, Wasser, Diesel
Schuhgröße: 10,5-20 6PR
Gewicht: 4800kg
Motivation: Mercedes OM314, 3758ccm, 63kW/84PS
vMax: 80 km/h (in der Ebene, aber mit Rückenwind)

Tag -4: Aufwärmtraining

KM: 0/0

Mit einem 42 Jahre alten Lkw bis in die Türkei (und zurück)? Mit Durchschnittstempo 60? Noch immer zwackt uns gelegentlich ein innerer Schweinehund, der diesen Plan gerne als komplett absurd abhaken möchte. Aber: die Würfel sind gefallen, spätestens seit wir im Frühjahr 2010 alle rationalen und irrationalen Bedenken über Bord geworfen und unser bisheriges Reisegefährt, einen kurzen und flachen Mercedes Bremer, gegen einen/den/unseren "Monstertruck" getauscht haben.
Gründe für den/das "neue(n)" Laster gab es ja dann auch genug: robuste Technik ohne elektronischen Schnickschnack, deutlich mehr Platz zum Reisen und Wohnen für Drei, Oldtimerzulassung, ein gewisses Maß an Geländetauglichkeit und vor allem:
den unverwüstlichen Charme alten Eisens.

"You can go fast - we can go everywhere!" - ok, Signatur geklaut...

In den letzten Monaten haben wir uns mit unserem Wohnpanzer vertraut gemacht, einige kleinere Touren und Reparaturen absolviert, Kontakte in die - ausnehmend freundliche - "Szene" der Allrad-Lkw-Reisenden geknüpft, im Learning-by-doing-Verfahren ansatzweise kapiert wie die Nutzfahrzeugtechnik vor vierzig Jahren funktioniert hat, Reiseführer auswendig gelernt und wieder vergessen, rückwärts einparken geübt, Routenplanung betrieben, Schmiernippel gesucht und gefunden, sechs Wochen Urlaub freigeräumt, Mautvorschriften für mindestens 5 Transitländer studiert (und beschlossen mindestens eines davon der Abzocke wegen auf Landstrassen zu durchqueren), geplant, getan, gemacht - um letztendlich bei dem Standpunkt anzukommen, mit dem wir auch bisher - und gut! - gereist sind:
"Lass uns einfach fahren, der Rest ergibt sich unterwegs..."

Zum Wochenende geht es los, dann sind wir - endlich - wieder "on the road".

 

Balkan-Blues

Do, 29.07.2010
Tübingen-München-Salzburg-Wolfgangsee

Ob des zu erwartenden Verkehrschaos am ersten Ferienwochenende beschliessen wir, die erste Etappe am späten Nachmittag zu starten. Um 16:45 verlassen wir Tübingen mit Kurs Süd-Ost!
Auf nahezu freier Bahn rollen wir in den Abendstunden um München herum bis kurz vor Salzburg, verlassen dort die Autobahn auf deutscher Seite und legen eine Ehrenrunde durch die Festspielstadt ein, bis wir schliesslich kurz vor Mitternacht auf der richtigen Bundesstrasse landen (Österreich wollen wir auf Landstrassen queren, um uns das Generve mit der Go-Box zu sparen).
Bei stärker werdendem Regen schlagen wir uns noch bis Bad Ischl durch und übernachten auf einem Rastplatz neben der Strasse, aber mit nettem Blick auf den Wolfgangsee sowie Dixietoilette.

Fr. 30.07.2010
Bad Ischl-Hohentauern-Slowenien-Zagreb-Slavonski Brod
Dauerregen.

Die benachbarte Alpenrepublik auf Landstrassen zu durchqueren war (zumindest bei unserem Durchschnittstempo) gar keine so schlechte Idee - wir kommen zügig voran und fallen auch an den einzigen beiden richtigen Steigungen auf unserer Route (Pötschenpass und Hohentauern) dank vorauszuckelnder Lkws nicht unangenehm auf. Über Judenburg und Lavamünd erreichen wir Slowenien.
Ein kurzer Blick auf die Karte und wir beschliessen, auch hier auf die Entrichtung der Autobahngebühren zu verzichten - die kürzeste Route geht auf Landstrasse einmal quer durch, und direkt hinter der Grenze zu Kroatien beginnt die Autobahn, auf der wir die nächsten 1000km unterwegs sein werden.
Um Zagreb stehen wir zum ersten Mal seit unserer Abfahrt in einem Stau, und erreichen am Abend eine Raststätte kurz vor Slavonski Brod, an der wir unser Nachtlager aufschlagen. Mittlerweile regnet es nur noch leicht, die Temperatur beträgt angenehme 16 Grad, und der gesamte Balkan liegt unter einer geschlossenen Wolkendecke.


An dieser Stelle möchten wir gleich mal mit zwei Klischees aufräumen, über die wir im Vorfeld unserer Reise gestolpert sind:

1. Den Autoput, also die alte Transitstrecke durch Jugoslawien, zu fahren sei stressig, gefährlich und eine enorme Belastung für Mensch und Material? Glatt gelogen. Die Autostrada ist sehr gut ausgebaut (zumindest bis Belgrad, das wir gerade durchqueren bzw. -hoppeln), es ist relativ wenig und sehr relaxter Verkehr. Die Mautkosten dürften allerdings ein größerer Posten werden als ursprünglich geplant, an den Mautstellen wird automatisch gewogen und wir landen mit unserem Gefährt grundsätzlich in Kategorie 3 - was soviel bedeutet wie: zahlt 3x mehr als ein normaler Pkw. Na gut, so wollten wir's ja haben...


2. All die (wildromatischen bis beklemmenden) Stories von südosteuropäischen und anatolischen Großfamilien, die im vollgeladenen Wagen die Strecke bis in die alte Heimat möglichst am Stück zurücklegen und nur anhalten um: Variante A) auf dem unwirtlichen Betonboden balkanesischer Raststätten die Picknickdecke oder Variante B) den Gebetsteppich auszubreiten (Variante C: beides)? Kein Witz, das gibt's tatsächlich so wie beschrieben, und trägt bei uns - anders als das Wetter - schon mal zur Urlaubsstimmung bei.

Ansonsten ist Kroatien - vom Autoput aus gesehen - hauptsächlich flach. Nur am Horizont beiderseits der Autobahn lassen sich durch die Wolken hin und wieder Höhenzüge erahnen, ein Eindruck, der sich auch am

Sa., 31.07.2010

in Serbien fortsetzt. Bei Kilometerstand 98896 passieren wir nach ca. einstündiger Wartezeit die Grenze nach SRB und sind damit genau 1059km von entfernt von Zuhause (und "nur" noch ca. 1000km von Istanbul entfernt...). Im Stop-and-go-Modus quälen wir uns auf der Stadtautobahn durch Belgrad, die zur Zeit eine einzige Baustelle ist. Hinter der serbischen Hauptstadt hat endlich auch der Wettergott ein Einsehen und beendet den Dauerregen, der uns seit Salzburg ständig verfolgt hat.

Bei Nis verlassen wir die Autobahn und biegen in östlicher Richtung auf die E80 ab: diese entpuppt sich für die nächsten 150km als einspurige Landstrasse in unterschiedlichen Ausbaustadien, die mit vielen Tunneln entlang der Nisava-Schlucht Richtung Bulgarien führt. Tatsächlich ein "Nadelöhr" auf dem Weg in die Türkei, verschärft durch etliche Baustellen, platzende Kühler überhitzter Yugo-Kleinwagen und überholeifrige Türkeifahrer. Bei diesem gemächlichem Vorwärtskommen haben wir immerhin genügend Muße, die wilde Schluchtenlandschaft um uns herum zu geniessen - eine optische Wohltat nach vielen hundert Kilometern über plattes Land.

Langsam nähern wir uns der serbisch-bulgarischen Grenze bei Kalotina und stehen - mal wieder - in einem "Kontrollstau", verursacht von a) Grenzpolizisten, die alle Zeit der Welt haben, b) selbsternannten "Einweisern" in die Warteschlangen, die das ganze Tohuwabohu offenbar ziemlich lustig finden und c) genervten Mitreisenden, die bei jeder sich bietenden Gelegenheit die Wartespur wechseln, um sich einen vermeintlichen Vorsprung herauszufahren...

...egal, wir haben ja Zeit - normalerweise, aber nach unseren bisherigen Erfahrungen mit dem Zustand bulgarischer Überlandstrassen wollten wir Nachtfahrten in diesem Land eigentlich vermeiden. Aber natürlich kommt es wie es kommen muss: bis wir dann auch noch durch den bulgarischen Checkpoint durch sind ist es stockfinster - dann müssen wir eben in den sauren Apfel beissen. Die 50km bis Sofia holpern und stolpern wir uns (zum Glück meist mit voll aufgeblendetem Flutlicht) die schmale und kurvige Strasse entlang ohne einen einzigen vernünftigen Übernachtungsplatz zu entdecken. Na gut, dann nehmen wir Sofia eben auch noch mit. Die offizielle Stadtumfahrung entpuppt sich als strassenbauliche Katastrophe größeren Ausmasses - zumindest bei Nacht können wir von dieser wirklich üblen Piste nur abraten: Mensch und Material sind eigentlich permanent kurz vor der Belastungsgrenze. Kurz vor Mitternacht retten wir uns auf die nächstbeste Autobahnraststätte und verbringen eine weitgehend ruhige Nacht - warum der Tankwart allerdings ausgerechnet nachts um 3 seinen Rasenmäher anschmeisst wissen wir immer noch nicht - vermutlich war ihm langweilig :-)

Hosgeldiniz

So., 01.08.2010

Bulgarien ist - vom Strassenzustand abgesehen - eigentlich ganz nett anzuschauen, wird von uns aber zügig durchquert. Nach 1938km passieren wir um 13:45 den bulgarisch-türkischen Grenzübergang bei Kapitan Andreevo. Der Hanomag sorgt mal wieder für Aufsehen, diesmal beim türkischen Zollbeamten, der die Fahrzeugmarke nicht in seiner Datenbank finden kann. Nach mehreren Minuten, in denen die Schlange hinter uns immer länger und ungeduldiger wird, hat er sich dann mit Freunden und Kollegen beraten und wir kriegen den ersehnten Stempel für unseren Laster in den Pass gedrückt - theoretisch dürften wir jetzt bis Januar 2011 in der Türkei bleiben. Zum Glück hat keiner gecheckt, dass unsere Versicherungskarte für die Türkei erst ab morgen gilt...hatten wir glatt verpennt.

Nach einem kurzen Halt in Edirne, bei dem die Mädels ihren ersten türkischen Supermarkt besichtigen, stellen wir nach 3-einhalb Tagen "on the road" fest: Wir stinken! - und dagegen hilft nur eins: Wasser, und das nicht zu knapp. Der Reiseführer berichtet - in etwas geringschätzigem Ton - von primitiven Stellplätzen an der Bucht von Saros (zwischen dem thrakischen "Mainland" und der Halbinsel Gallipoli), und schnell fällen wir die Entscheidung: ans Meer, und zwar heute noch!

Über Uzunköprü und Kesan erreichen wir dieses am späten Nachmittag und finden schliesslich zwischen Erikli und Ibrice einen wunderbaren (und gut versteckten, die Zufahrt geht mitten durch ein Kieswerk) Sandstrand. Eine kleine Beach-Bar, ein paar simple Duschen und Toiletten - mehr Campingplatz braucht kein Mensch...zumindest wir nicht! Gegen einen geringen Obulus bleiben wir hier über Nacht - ausser uns sind nur noch ein paar freundliche Einheimische zugegen, die mit Kind, Kegel und Großmütterchen am Strand zelten. Nach der langen Anreise das Gefühl, erstmal "angekommen" zu sein - mal sehen, was die nächsten Wochen bringen.

Mo., 02.08.2010

Wir verlassen "unseren" Strand und erreichen nach kurzer Fahrt Gelibolu. Keine 1,5km Seeweg trennen hier das geographische Europa vom geographischen Asien! Mittels einer latent abenteuerlichen Fähre setzen wir über die Dardanellen.

Weiter geht es durch Canakkale die Küste entlang nach Süden. Kurz hinter Troja (das wir ob der übereinstimmenden Berichte aus vielen Quellen, es gäbe für Laien nicht wirklich etwas zu sehen, Troja sein lassen) biegen wir nach rechts auf kleinere Strassen ab, die uns durch die Troas, eine alte Kulturlandschaft zwischen Troja und der antiken Metropole Assos, führen. Kurvig und bergig zuckeln wir hoch über der Küste dahin, durchqueren kleinere und kleinste Dörfer und bestaunen die beeindruckende Lanschaft - karg und steinig, und doch nur scheinbar einsam und verlassen: immer wieder sichten wir kleine Gehöfte zwischen den Felsen, zwischendurch treibt wieder ein Kleinbauer seine zwei Kühe und fünf Ziegen über die Strasse und in regelmässigen Abständen liegen gefasste Quellen am Weg. Hinter einer dieser Quellen (bei Babakale) schlagen wir unser Nachtlager auf (zum ersten Mal wird der Allradantrieb getestet!).

In den Abendstunden entwickelt sich eine rege Betriebsamkeit an dieser Wasserstelle - mit Mopeds, an denen "maultier-mässige" Satteltaschen befestigt sind holen die Jungs aus den benachbarten Dörfern das Trinkwasser ab, der eine oder andere wäscht auch gleich sein Fahrzeug am Brunnen; wir werden von allen gleich freundlich begrüßt. Spät abends, unter einem grandiosen Sternenhimmel und begleitet von den Gesängen der Muezzins aus mindestens drei nahebei liegenden Dörfern lassen wir den Tag bei einer Blues-Harp-Session ausklingen.

 

Nordägäis

Di., 03.08.2010

Ob der 100000 Fliegen, die sich seit letzter Nacht in unserem Schlafgemach tummeln, machen wir uns früh wieder aus dem Staub: Sightseeing und Relax-Tag ist angesagt! Wir besichtigen die antiken Ruinen von Assos, in denen von Archäologen noch eifrig gebuddelt und vermessen wird und geniessen den Blick aus dem Amphitheater hinaus aufs Meer - und das bisschen Schatten, dass es hier am Vormittag noch gibt. It's getting hot, baby...

Bei Ayvacik biegen wir wieder auf die Hauptstrasse und rollen Richtung Kücükkuyu. Beim Tankstop ist der Hano die Attraktion, drei Tankwärter disktutieren erstmal aus wer die Karre betanken darf, "Wie alt? Mercedes Motor? Beautiful!"; dazwischen mit saarländischem Akzent: "In der Karre seit Ihr von Tübingen bis hierher gefahren?!" - so isches, und das ist erst der Anfang...

In Ören kurz hinter Edremit soll laut unserem Tourguide "der schönste Campingplatz der ganzen Nordägäis" liegen. Und in der Tat ist der Altin Motel & Camp ein idyllisches, baumbestandenes Plätzchen direkt am Strand, mit Duschen, WC und allem Pipapo - und allenfalls nichts für Menschen, die im Urlaub keine eigenen Landsleute treffen wollen, denn der Platz ist fest in deutsch-österreichisch-holländischer Hand. Es folgt: entspannter Tag am Meer.

Go East!

Mi. 04.08.2010

Heute ist wieder "Strecke machen" angesagt. Am späten Vormittag verlassen wir kurz vor Bergama (Pergamon; wir besuchen die Rote Basilika in der Unterstadt, die spektakulären Funde auf dem ehemaligen Hügel der Akropolis liegen bekanntlich eh in Berlin) die Ägäisküste und biegen nach Osten ins Landesinnere ab. Über Soma und Akhisar erreichen wir das nahe bei Sahlili gelegene Städchen Sart und besichtigen die Überreste des dortigen Artemistempels - eine Kultstätte, die seit vorhellenistischen Zeiten existiert und von den alten Griechen und Römern sukzessive erweitert wurde.

Auf dem Parkplatz neben dem Tempel finden wir ein schattiges Plätzchen an einem kleinen Fluß und lernen am Abend noch einen jungen Einheimischen kennen, der mit seinem Mofa herausgefahren kommt um in Ruhe eine Dose Efes zu trinken - was innerhalb des Dorfes und seiner Familie nicht toleriert wird. Mit "very little English" entwickelt sich ein nettes Gespräch, das hauptsächlich um die Themen Fußball (Mesut Özil!) und das Verhältnis Türkei-Deutschland kreist - generell besitzen die Menschen hier eine große Symphatie für Deutschland und die Deutschen, zu anderen Nationalitäten und Ethnien ist das Verhältnis dagegen deutlich ablehnend (Griechen, Kurden...). Unser neuer Freund warnt uns denn auch eindringlich davor, weiter nach Osten zu fahren - alles jenseits von Ankara sei viel zu gefährlich und die Hotels in Izmir sowieso viel schöner. Na, das werden wir ja dann sehen

 

Do. 05.08.2010

Morgens wird erstmal der Hanomag abgeschmiert und gecheckt- nach knapp 3000km ist mal wieder ein Serviceintervall fällig.
Durch hügeliges Gelände und entlang weiter Täler geht unsere Fahrt dann weiter nach Osten. Ziel des Tages ist der Beysehir-See in den nordwestlichen Ausläufern des Taurus-Gebirges, aber vor das Bad im kühlen Naß haben die Götter unsere erste Autopanne auf dieser Reise gesetzt: kurz vor Usak nimmt der Luftdruck im Bremssystem langsam aber stetig ab. Shit, das hatten wir doch erst neulich repariert, was ist denn jetzt schon wieder?!

Vorsichtig bremsend fragen wir uns in Usak nach einer passenden Werkstatt durch und landen schliesslich in der "Lkw-Service-Zone", die in dieser Gegend fast immer an der Peripherie größerer Ortschaften zu finden ist: mehrere Strassenzüge mit niedrigen Barracken, vor und in denen Lastwagen und Transporter aus den letzten 40 Jahren Nutzfahrzeuggeschichte in unterschiedlichen Stadien des Auseinander- und Wiederzusammenbaus auf dem ölgetränkten Boden stehen, wobei das Team in jeder Barracke auf eine bestimmte Marke spezialisiert zu sein scheint. Wir fragen beim erstbesten Mechaniker nach, der spendiert erstmal einen Cay und telefoniert den örtlichen Mercedes-Spezialisten herbei, dessen Werkstatt zwei Ecken weiter liegt. Der Übeltäter, ein marode gewordener Druckluftschlauch, ist nach zwei Minuten diagnostiziert, nach weiteren 20 Minuten und etlichen Gläsern Cay ist ein Ersatzschlauch aus der Stadt beschafft und montiert. Coole Sache! Noch ein Erinnerungsfoto, 20 Euro für Material und Arbeitszeit abgedrückt und wir sind wieder unterwegs.

Die Strecke weitere Strecke über Afyon, Aksehir und durch die Sultans-Berge zum Beysehir-See zieht sich in die Länge, und wir landen erst bei anbrechender Dämmerung auf der kleinen Strasse, die am Westufer des Sees entlangführt. Meist gerade mal eineinhalbspurig zieht sich diese am Steilufer entlang und die wenigen Parkmöglichkeiten sind für unser Mobil eindeutig unterdimensioniert. Erst kurz vor Kurucaova finden wir einen größeren Platz über einem kleinen Kiesstrand am Seeufer. Während wir noch am Einparken sind landet ein Fischerboot an, dem eine Großfamilie entsteigt. Nach freundlicher Begrüßung stellt sich heraus, daß ein Teil der Leute aus Stuttgart stammt und bei der hiesigen Verwandschaft urlaubt. Bevor wir uns versehen sitzen wir mit auf Decken am Seeufer, werden mit Cay und Obst bewirtet und betreiben lustig Konversation auf englisch-türkisch-deutsch mit viel Gelächter auf beiden Seiten - als es zu regnen beginnt brechen unsere Gastgeber auf und beschenken uns zum Abschied reichlich mit Tomaten und Paprika, einer medizinballgroßen Wassermelone, Brot - die Gastfreundlichkeit ist wirklich unglaublich, und bis auf eine Tafel Schokolade für die Jüngsten werden auch keine Gegengeschenke angenommen. Stattdessen müssen wir versprechen, auf jeden Fall mal im Dönerladen der Familie in Fellbach vorbeizuschauen - klar, machen wir!


Fr. 06.08.2010

Morgens besucht uns erstmal das Familienoberhaupt der Sippe aus Stuttgart (der am Vorabend nicht mit dabei war). Nach einem gemeinsamen Kaffee brechen wir Richtung Kappadokien auf. Der Weg führt zunächst wieder über die Berge und dann hinab in die schier unendliche Tiefebene zwischen Konya und Aksaray. Durch diese Halbwüste südlich des großen Salzsees Tuz Gölü führte schon die Seidenstrasse, die in grauer Vorzeit Europa und den Fernen Osten miteinander verbunden hat. In regelmässigen Abständen liegen hier alte Karawansereien am Weg, von denen wir die besterhaltene, Sultan Hani, besichtigen - etwas nervtötend wegen der etwas aufdringlichen "Schlepper", die einen unbedingt auf den örtlichen Campingplatz lotsen wollen. Nein danke, hier ist es wirklich verdammt heiss, schattenlos und der Wüstenwind tut ein übriges. Wir fahren also durch bis Aksaray und zuckeln anschliessend den steilen Aufstieg (beinahe 1000 Höhenmeter) auf das Hochland von Kappadokien empor.

Am südlichen Einstieg zur Ihlara-Schlucht (die mit den vielen Felsenkirchen!) finden wir ein nettes Restaurant: gespeist wird auf hölzernen Plattformen mitten im Fluß, die über wacklige Holzstege mit dem Ufer verbunden sind. Wir geniessen ein leckeres Abendessen (frische Forelle!). Anschliessend wandern wir 3km zu einer heissen Quelle, die von den Dorfbewohnern als natürliches Hamam-Bad genutzt wird. Wie sich herausstellt ist Männerbadetag, und beim Anblick der besten Ehefrau von allen flüchtet die männliche Dorfjugend beinahe panisch aus dem kleinen Becken, um Platz für die Frau zu machen (Ups! Nächstes Mal vorher Volkshochschulkurs Türkisch für Anfänger...). Anschliessend sitzen wir noch bis spät in die Nacht über dem Wasser bei Cay und Efes - zusammen mit Ahmed, einem der Kellner, der aus dem Nachbardorf Selime stammt. Ausser in seiner Militärzeit ist er noch nie aus dieser Gegend herausgekommen, was ihn aber nicht weiter stört, schliesslich habe er doch hier alles was man zum Leben braucht (und tatsächlich sind die Täler in Kappadokien eine "grüne Oase" nach der langen Durststrecken durch die Wüste). Sein beinahe perfektes Englisch hat er sich selbst im Umgang mit den Touristen beigebracht, von denen hier in Kappadokien unglaublich viele unterwegs sind - das merken wir dann am nächsten Tag an der Rechnung, in dieser Gegend ist alles ein bisschen teurer als abseits der Touristenströme. Wir sind die einzigen auf dem angeschlossenen "Campingplatz", und dieser hat auch gerade Platz für uns. Die Nacht ist angenehm kühl, und zum ersten Mal seit Tagen packen wir wieder die Schlafsäcke aus.

Sa. 07.08.2010

Nach über einer Woche, die wir hauptsächlich damit verbracht haben uns auf vier Rädern fortzubewegen ist heute Wandertag angesagt. Ahmeds Boss fährt uns in seinem Wagen bis zum Nordende der Ihlara-Schlucht, und wir wandern die 14km bis zum Camp zurück. Der Weg führt entlang einer Reihe von Kirchen aus byzantinischer Zeit, die in den weichen Tuffstein gehauen wurden. Letztere bilden die Canyonwände, durch die sich der Melendizfluß schlängelt. Wir laufen meistens im Schatten der Bäume am Flußufer, verlieren uns im Labyrinth der riesigen Andesitfelsen am Flußufer und finden uns schliesslich am frühen Nachmittag wieder auf dem Campingplatz ein. Trotz der freundlichen Einladung, doch noch eine Nacht zu bleiben entscheiden wir uns weiterzufahren - wir wollen zum Narkli-Göl, einem 60m tiefen Kratersee nicht weit entfernt, den uns ein Teppichhändler in Sultan Hani empfohlen hatte.

Die Strasse führt wieder steil nach oben auf das Vulkanplateau des Hassan Dag, immer wieder sind neben der Strasse kleinere Kraterchen und Tuffkegel zu sehen. Wir besichtigen in Sofular die angeblich "größte unterirdische Stadt Kappadokiens" (vgl. Schwarzwälder Kuckucksuhr) - Wohnräume, Stallungen, Vorratsräume und Kirchen sind hier unterirdisch in den weichen Stein gehauen, es gibt sogar ein kleines Gefängnis und einen Ausguck nahe der Oberfläche, der über eine steile Treppe erreicht werden kann. Das ganze Areal bot wohl Platz für einige hundert Menschen und Kamele - und ist damit nicht ganz so riesig wie angekündigt (andere unterirdische Städte in der Gegend reichen bis zu 10 Stockwerke in die Tiefe und boten Platz für Tausende von Menschen). Trotzdem sehr spannend zu durchklettern und in der Mittagshitze zudem angenehm kühl.


Auf einer kleinen Stichstrasse, der Kratersee ist nur noch wenige hundert Meter entfernt, bricht das Unheil über uns herein, diesmal in Form verdächtigen und und lauter werdendem Klopfens aus dem Motorraum: Mist, das klingt verdammt ungesund! Nach dem Anhalten bemerken wir eine riesige Öllache unter dem mittlerweile heissgelaufenen Motor. Das darf doch nicht wahr sein - mitten im Nirgendwo! Zum Glück hält der Wagen hinter uns gleich an, der Fahrer steigt aus und hängt schon am Handy, um einen Mechaniker zu organisieren - Verständigung mit Händen und Füßen, zusammen warten wir in der brütenden Hitze. Nach einer Weile taucht tatsächlich ein klappriger Kombi mit dem örtlichen Schrauber auf. Der besieht sich die Schadenursache (geplatzte Ölleitung vom Ölfilter zur Öldruckanzeige) und verschwindet wieder, zusammen mit unserem "Ersthelfer". Nach zwei Stunden, die wir hauptsächlich damit verbringen den hilfsbereiten Fahrern der vorbeikommenden Autos (nahezu jeder hält an und fragt auf Türkisch, Englisch und/oder Deutsch, ob wir Hilfe bräuchten!) zu erklären, dass der Mechaniker bereits wieder auf dem Weg zu uns sei, taucht letzterer tatsächlich wieder auf, hat einen Ersatzschlauch organisiert und schnell wieder eingebaut. Teurer Spass, inklusiv 10 Liter Motoröl knapp über 100 Euro, aber immerhin läuft der Motor wieder, klingt so wie immer und der Mechaniker empfiehlt sich auf Nimmerwiedersehen.

Wir rollen wieder? Zu früh gefreut - nach wenigen Metern zwar kein Klopfen mehr, aber ein unregelmässiges lautes Schnarren - scheisse, das klingt wie kurz vor dem Kolbenfresser. Wir schaffen es noch auf der steilen, schmalen Strasse zu wenden und rollen dann mit ausgeschaltetem Motor zurück zur Hauptstrasse. Hatten wir schon erwähnt, dass das Reisen mit einem 42 Jahre alten Lkw an sich schon Abenteuer genug bereithält? So wie die Karre klingt fahren wir auf jeden Fall keinen Meter weiter.

Kurz entschlossen (wozu ist man schliesslich Plus-Mitglied) rufen wir beim ADAC in Istanbul an ("Bei einer Panne drücken Sie bitte die Eins") und fordern technische Unterstützung an. Nach einigem Hin- und her bezüglich der Abmessungen unseres Mobils (noch mal zum Mitschreiben: Wohnmobile bis 7,5t und bis zu einer Höhe von 3,10m sind im Vertrag mit drin!) und unseres Standortes im Nirgendwo wird ein Abschleppwagen aus Aksaray zu uns beordert, der nach Einbruch der Dunkelheit eintrifft.

Nun wird auch klar, warum so oft nach den Abmessungen gefragt wurde: auf die Pritsche des kleinen Mitsubishi Canter passt unser Allrad-Monster gerade so noch drauf - die zwei Jungs die den Abschlepper fahren sind sichtlich beeindruckt, zu allererst wird der Hanomag mit dem Handy fotografiert und ver-SMSt. Beim Hochzurren hebt dann der komplette Abschleppwagen ab und steht nur noch auf den Hinterrädern und der Laderampe (leider kein Foto, in dem Moment ist wohl allen Beteiligten kurz das Herz stehengeblieben). Irgendwann ist der Hano dann doch glücklich verstaut und wir holpern - zu viert im Fahrerhaus des hoffnungslos überladenen Abschleppwagens, der jüngere der beiden Männer reist auf der Pritsche mit - auf kleinen Landsträsschen die 60km zurück nach Aksaray. Es ist stockfinster, bei jeder Bodenwelle befürchten wir, dass entweder der Abschleppwagen wieder abhebt oder unser Laster von der Pritsche segelt. Nach knapp 3 Stunden erreichen wir endlich (trotz der kühlen Nacht einschliesslich des Fahrers durchgeschwitzt. Aber Respekt!) in einem Stück das Ziel.

Glück im Unglück - Aksaray ist Standort der Lkw-Produktion von Mercedes-Benz Turkiye, und es gibt tatsächlich eine Nutzfahrzeugwerkstatt mit Stern weit draussen am Stadtrand, bei der wir abgeladen werden und die - morgen ist Sonntag, in der laizistischen Türkei ebenfalls ein Feiertag - für mindestens die nächsten zwei Tage unser Zuhause sein wird. Gut, dass wir uns vor Kappadokien noch mit Proviant eingedeckt haben. Der Nachtwächter versorgt uns noch mit dem obligatorischen Cay, unser mitgeführtes Wörterbuch ermöglicht ansatzweise eine Kommunikation (anders als im Westen der Türkei sprechen hier viel weniger Einheimische eine Fremdsprache, so zumindest unser subjektiver Eindruck. Aber irgendwer kennt dann doch immer irgendjemand, der Englisch oder Deutsch spricht und notfalls per Handy als Dolmentscher bemüht wird). Den

So., 08.08.2010

verbringen wir auf dem Hof der Werkstatt, ausser uns ist nur ein Wachmann anwesend, der in regelmässigen Abständen nach uns schaut und uns mit frischen Melonen und Kaffee versorgt. Morgen wissen wir mehr, hoffentlich ist das nicht schon das vorzeitige Aus unserer Reise...im Moment schwankt die Stimmung noch zwischen vorsichtigem Optimismus ("der Motor lief ja noch") und "Abwarten und Cay trinken".

End of Story?

Montag, 09.08.2010

Nachdem wir gestern einen langen Tag und eine kurze Nacht auf dem Hof der Werkstatt verbracht haben wurde heute früh der Motor teilzerlegt - Diagnose: Kurbelwelle und -lager zerbröselt. Unsere Hoffnungen die Kiste hier repariert zu bekommen und unsere Reise fortsetzen zu können sind endgültig auf dem Nullpunkt als wir den Preis hören, der für die Ersatzteile verlangt wird: 6000 Euro, zzgl. Einbau (die Teile müssen laut Werkstatt aus Deutschland beschafft werden, was ca. 2 Wochen dauern kann).

Nach kurzer Beratung beschliessen wir den vorzeitigen Abbruch der Reise - ein kompletter Austauschmotor kostet in Deutschland gebraucht weniger als die Hälfte der Summe, die hier allein für die Ersatzteile veranschlagt wird; ohne Garantie, dass wir mit dem Motor dann noch bis nach Hause kommen. Noch so eine Panne auf den 3500km bis zurück nach Tübingen - das Risiko ist uns zu hoch.

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Im Moment - am späten Nachmittag - warten wir auf einen Rückruf vom ADAC, den wir heute vormittag kontaktiert haben um den Heimtransport von Fahrzeug und Besatzung zu organisieren - zur Zeit scheinen irgendwelche Akten zwischen München und Istanbul hin- und herzugehen...und wir wissen noch nicht genau, wie die Geschichte enden wird.

Warten auf Godot...

Di., 10.08.2010

Wir stehen immer noch (die vierte Nacht in Folge) auf dem Hof der Werkstatt in Aksaray und warten auf Informationen bezüglich des Rücktransports...mittlerweile am Rand des Geländes neben einer fast schon idyllischen weinumrankten Laube. Darunter ist es tagsüber - bei 40 Grad im Schatten - etwas erträglicher.

Nach Westen eine unendliche Ebene über die ein heisser Wind weht,im Osten die Stadt Aksaray (ca. 7km entfernt), dahinter diverse Vulkane und der Beginn der Tuff- und Andesitablagerungen des Hochlands von Kappadokien. Gegen Morgen wird es trotzdem meistens so kalt, dass wir die Schlafsäcke wieder auspacken.

Der Tag vergeht mit: Anrufen beim ADAC, Warten auf Rückrufe vom ADAC, mehrmaligen Rückfragen wegen Schadenhöhe, Fahrzeugmaßen, Reparaturkosten - irgendwo im Hintergrund wird wohl gerade kalkuliert, ob sich ein Rücktransport des Hanomags nach Deutschland versicherungstechnisch rechnet oder nicht - oh je. Zwischendurch kriegen wir per Forum immer wieder hilfreiche Tipps und "Kopf-Hoch!"-Streicheleinheiten von den Freunden aus der Allrad-Lkw-Community und versuchen schon mal einen Plan B für die Reparatur in Deutschland zu kalkulieren. Hauptsache, der Rücktransport klappt irgendwie.

 

Mi,. 11.08.2010

Nach allem endlosen Warten, Hoffen, Fluchen: wenn die Sache mal ins Rollen kommt, dann läufts:

- morgens um 9:30 Anruf vom ADAC, dass die Entscheidung Pro-Rücktransport ausgefallen ist.

- Um 10:30 steht der örtliche Spediteur auf dem Platz, zusammen mit dem mutigen jungen Mann, der uns schon von Kappadokien nach Aksaray transportiert hat. Bärbel kümmert sich um die Verladung des Hanomags, gleichzeitig fahre ich mit dem Spediteur in die Stadt, Papierkram erledigen - im Einzelnen:

  • Von einem Örtlichen Notar beglaubigte und von einem staatlich anerkannten Dolmetscher angefertigte Übersetzung von Pass, Fahrzeugschein und Grüner Versicherungskarte.
  • Schriftlicher Antrag für die Zollbehörde, in dem man ersucht das Fahrzeug per Lkw-Transport wiederauszuführen und einen entsprechenden Vermerk im Reisepass beantragt
  • Vollmacht für den Spediteur und sämtliche Fahrer, dass sie das Fahrzeug transportieren dürfen.
  • Erklärung für den deutschen Zoll, warum das Fahrzeug per Transport zurückkommt.


- 11:50: Aha, der Grund, warum der Spediteur mit seinem schrottreifen Renault wie ein Irrer mit 100 Sachen quer durch die Innenstadt geheizt ist - der Zoll macht um 12:00 Mittagspause. Die Bürokratie beim Zoll erledigt der Spediteur, irgendwann rollt auch der Hanomag-Transport auf den Zollhof. Wir räumen das Nötigste aus dem Wagen, schmeissen alle verderblichen Lebensmittel auf den Müll, dann wird der Wagen penibel von 4 Leuten gecheckt - die kompletten Einbauten und Anbauteile sowie die verbleibende Beladung werden schriftlich protokolliert.
Der Wagen wird verschlossen, der Spediteur kriegt den Schlüssel für's Fahrerhaus, Fahrzeugschein und Versicherungskarte, und setzt uns beim Busbahnhof in Aksaray ab. Bevor er endgültig verschwindet schaffe ich es gerade noch, ihm die Zieladresse unserer Werkstatt in Deutschland zu geben, wo das gute Stück wieder abgeladen werden soll (Caveat: irgendwo in den ADAC-Formularen steht, dass Fahrzeuge nur an Werkstätten, nicht aber an Privatpersonen zurückgeliefert werden!).

- Um 16:00 ein weiterer Anruf vom ADAC, sie wollen noch die Personalien von Frau und Tochter für die Flugtickets

- Um 16:30 bekommen wir die Flugdaten: morgen um 16:00 geht unser Flug von Ankara via München nach Stuttgart. Wir klären noch ab, dass der ADAC die Kosten für die Busfahrt nach Ankara und eine Hotelübernachtung übernimmt.

- Um 18:30 Abfahrt Überlandbus in Aksaray, die Fahrt führt wieder durch faszinierende Landschaften und pünktlich bei Sonnenuntergang wird für die hungrigen (weil tagsüber fastenden) Mitreisenden eine längere Pause am Tuz Gölü, einem riesigen Salzsee, eingelegt.

- Ankunft in Ankara gegen 22:00 - wir schnappen uns noch das nächstbeste Taxi und lassen uns zu einem Hotel in Flughafennähe fahren.

Epilog

Do., 12.08.2010

Zeit totschlagen auf dem Airport in Ankara...um 16 Uhr geht unser Flieger.

Leider viel zu früh und ungeplant verlassen wir die Türkei - mit ihren grandiosen Landschaften, total freundlichen Menschen und einer faszinierenden Geschichte eines der tollsten Länder, die wir bisher bereist haben. In der kurzen Zeit von knapp zwei Wochen haben wir Eindrücke für mindestens vier Wochen sammeln dürfen - und doch erst einen Bruchteil dieses riesigen Landes erkundet und erfahren. Schon beim Abheben des Flugzeugs steht darum fest: wir kommen wieder - keine Frage!

Nachtrag: natürlich haben wir uns nach unserer Rückkehr noch mal bei unseren Unterstützern bedankt - heute kam die E-Mail von der Werkstatt in Aksaray:

Hallo Herr Schue und İhre Famillie,

Wir haben die post von euch Heute bekommen.
Die brief vahr super ,und hat uns sehr beeindruckt.
Wir haben uns sehr erfreut gefühlt dass wir für sie als ein guter Gastgeber
gelten.
Wenn sie naechstes mal in die Türkei kommen ,können sie für immer zu uns
vorbei kommen und unser gast sein.

Liebe Grüsse von Bayraktarlar Aksaray Team.

Promised - das nächste Mal schauen wir - dann hoffentlich völlig grundlos - wieder bei Euch vorbei :-)